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Grundschulalter

Das Grundschulalter ist gekennzeichnet durch die zunehmende Selbstständigkeit der Kinder und große Fortschritte u.a. in den kognitiven Fähigkeiten, Aufmerksamkeitsleistungen und Gedächtnisstrategien aber auch in der sozialen und moralischen Entwicklung.
Überall auf der Welt lernen Kinder in diesem Alter – angeleitet von Älteren – nach und nach, worauf es im Leben ankommt. Sie sind immer häufiger Situationen ausgesetzt, in denen sie selbständig Probleme lösen und eigenständig Entscheidungen treffen müssen. Besonders im Schulalltag treffen Kinder auf ein neues Umfeld, in dem sie lernen müssen sich zurechtzufinden. Lernen ist plötzlich an Leistung gekoppelt und das eigene Verhalten muss noch stärker und selbstständig im sozialen Miteinander reguliert werden.
Gleichzeitig hat das Spielen im Grundschulalter weiterhin einen sehr hohen Stellenwert, bleibt Erfahrungs- und Experimentierfeld und damit wichtiger Motor der psychischen, motorischen, sozialen und geistigen Entwicklung.

In unseren Projekten im Grundschulalter untersuchen wir – z.T. ganz allgemein, z.T. sehr spezifisch – wie sich Kinder in diesem Alter entwickeln und mit welchen Maßnahmen wir sie dabei begleiten und unterstützen können.

Projekte

abc – achtsam, bedacht, clever!
Stärkung von exekutiven Funktionen und Selbstregulation als Grundlage für Sicherheit, Gesundheit und Bildungserfolg in der Grundschule

Ziel des abc-Forschungsprojekts ist die Stärkung der exekutiven Funktionen und Selbstregulation bei Grundschulkindern, da diese Fähigkeiten eine zentrale Voraussetzung für sicheres und gesundes Verhalten sowie für gelingendes Lernen und Bildungserfolg darstellen.

BeLL – Bewegte Kinder lernen leichter
Förderung der Selbstregulation durch Bewegung und Sport als Schlüssel für Lernerfolg und ein gutes soziales Miteinander

Gemeinsam mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) entwickelt das ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen ein Fortbildungskonzept für Übungsleiter*innen an Ganztagsschulen – insbesondere im Grundschulbereich.

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Kooperation mit dem Ravensburger Spieleverlag
Für die kindliche Entwicklung hat das Spiel eine wesentliche Bedeutung. Im Spiel werden motorische, kognitive, sprachliche, soziale und emotionale Fähigkeiten gefördert. Insbesondere bei den klassischen Brettspielen werden das Einhalten von Regeln, die Frustrationstoleranz, das Vorausplanen und  kooperatives Spielen ganz nebenbei trainiert.

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Spielen macht Schule
Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen. Kinder lernen beim Spielen. Aus diesem Grund haben das ZNL und Mehr Zeit für Kinder e.V. das Projekt „Spielen macht Schule“ ins Leben gerufen.
Im Rahmen dieses Projekts prüft das ZNL Kinderspiele und verfasst inhaltliche Gutachten. In den Gutachten werden die entwicklungsförderlichen Eigenschaften der Spiele für Kinder im Grundschulalter bewertet und der mögliche Einsatz im Rahmen des Angebots geprüft.
Mit der Einrichtung von Spielezimmern soll der natürliche Spieltrieb gefördert werden, denn: Spielen regt wichtige Lernprozesse an.

Projektarchiv

Spielen als Alternative zur digitalen Beschäftigung
Das kindliche Spiel ist ein wichtiger Aspekt für einen gesunden Entwicklungsverlauf. Im Spiel werden implizit und „en passant“ wichtige Kompetenzen erlernt und gefördert. Somit ist es gerade im heutigen Medienzeitalter zentral, das Spiel (wieder) als festen Bestandteil in den Familien- und Schulalltag zu integrieren.

Große Ideen
Naturwissenschaftliche Fächer sind nicht bei allen beliebt. Schüler beanstanden die Auswendiglernerei von Fakten und Formeln. Lehrer bemängeln überfrachtete und fragmentierte Lehrpläne. Eine Antwort auf beides fand Wynn Harlen, eine emeritierte Professorin, die über 50 Jahre lang zur Vermittlung von Naturwissenschaften geforscht hat. Sie plädiert dafür die Naturwissenschaften entlang von großen Ideen zu vermittelt.

Expertise: Resilienzförderung in der Jugendsozialarbeit
Im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes DRK erstellt das ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen eine Expertise zum Thema „Resilienzförderung in der Jugendsozialarbeit“ mit dem Ziel interdisziplinär fundierte Antworten auf Schlüsselfragen zur Resilienzförderung im Lern- und Lebensraum Schule zu liefern.

Die Bedeutung exekutiver Funktionen in der frühen MINT und kulturellen Bildung
Im Auftrag der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und der Stiftung Mercator erstellte das ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen gemeinsam mit Mitarbeiter/innen der Universitäten Heidelberg und Göttingen eine Expertise, die die Rolle der exekutiven Funktionen in der Bildung – insbesondere in der kulturellen Bildung und der MINT-Bildung – im Elementar- und Primarbereich näher exploriert und relevante Fachgrundlagen hierzu zusammenträgt.

Vivo – Bildung von Grund auf!
Mit ihrem Projekt Vivo – Bildung von Grund auf! will die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gGmbH Kinder mit herkunftsbedingten Startnachteilen bereits ab der ersten Klasse darin unterstützen, ihre Potenziale und Stärken voll zu entfalten, und sie auf ihrem Weg an eine geeignete weiterführende Schule begleiten.

Evaluation Das “Grüne Klassenzimmer”
Der Botanische Garten der Universität Ulm bietet erlebnisorientiertes Lernen für Schulklassen im „Grünen Klassenzimmer“ an. Die Schüler bekommen die Möglichkeit durch Beobachten, Anfassen oder Schnuppern viel über unsere heimische Flora und Fauna zu erfahren. Fokussiert wird dabei das Erleben und Erfahren der Umwelt zur Herausbildung einer persönlichen Identität.

Bildungshaus 3 – 10
Pädagogischer Verbund zwischen Kindergarten und Grundschule

Das „Bildungshaus 3 – 10“ war ein Modellprojekt des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. Es hatte eine Laufzeit von sieben Jahren. Innerhalb des Modellprojektes bildeten an 32 Modellstandorten jeweils eine Schule und ein oder mehrere Kindergärten seit dem Kindergarten-/Schuljahr 2007/2008 bzw. 2008/2009 einen Kooperationsverbund. In diesen Bildungshäusern wurden gemeinsame, institutions- und jahrgangsübergreifende Spiel- und Lernangebote erarbeitet und umgesetzt. Ziel der Verzahnung der pädagogischen Arbeit von Kindergarten und Grundschule war es, Kindern eine bruchlose Bildungsbiographie zu ermöglichen, indem unter Berücksichtigung individueller Lernrhythmen ein möglichst fließender Übergang zwischen Kindergarten und Grundschule geschaffen wurde. Zudem sollten die pädagogischen Fachkräfte aus Kindergarten und Schule durch die gemeinsame Planung, Durchführung und Reflexion des Bildungstages in ihren Aufgaben profitieren und sich gegenseitig bereichern.

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Fokus Kind – Projekt zur Gestaltung des Bildungstages von Kindern in Sachsen
„Fokus Kind – ein Projekt zur Gestaltung des Bildungstages von Kindern in Sachsen“ wurde vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus in Auftrag gegeben und war ein Kooperationsprojekt zwischen dem Sächsischen Bildungsinstitut (SBI) und dem ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm.