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Jugend, Schule, Ausbildung

Der als Jugendalter beschriebene Lebensabschnitt zwischen Kindheit und Erwachsenensein bringt durch seine massiven Veränderungen in verschiedenen Bereichen (z.B. hormonelle und geistige Reife, soziale Integration) eine Vielzahl neuer Kompetenzanforderungen und große Herausforderungen mit sich. Vor allem Gleichaltrige bzw. die sog. Peergroup spielen in dieser Lebensphase eine besonders bedeutsame und einflussnehmende Rolle.
Jugendliche beginnen sich risikoreicher zu verhalten, wirken oft unausgeglichen und haben ihre Gefühle weniger gut unter Kontrolle. Dieses Verhalten wird durch die vielen stattfindenden Veränderungen im Gehirn beeinflusst, da im Jugendalter eine grundlegende Reorganisation des Gehirns stattfindet.

Unsere Projekte zielen darauf ab, Jugendliche in dieser Lebensphase zu unterstützen. Dazu ist es wichtig, die Lebensumstände, den Entwicklungsverlauf und die Entwicklungsaufgaben der Jugendlichen zu kennen und zu verstehen. So werden beispielsweise gezielt die exekutiven Funktionen und die Risikokompetenz gefördert, um die Jugendlichen im Heranwachsen zu unterstützen.

Projekte

BeLL – Bewegte Kinder lernen leichter
Förderung der Selbstregulation durch Bewegung und Sport als Schlüssel für Lernerfolg und ein gutes soziales Miteinander

Gemeinsam mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) entwickelt das ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen ein Fortbildungskonzept für Übungsleiter*innen an Ganztagsschulen – insbesondere im Grundschulbereich.

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Projektarchiv

Evaluation der Projektarbeit “IGA-Workcamps”
Die Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Berlin 2017 legt mit einem IGA-Campus als modellhaftem Lern-, Aktions- und Begegnungsort einen Schwerpunkt auf Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. In diesem Rahmen bietet die Fachdidaktik Agrar- und Gartenbauwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) IGA-Workcamps „Grüne Berufe“ an. Diese Workcamps für Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren (Schüler/innen, Auszubildende, Arbeitslose, Studierende und Geflüchtete) ermöglichen praxisbezogene Einblicke in Berufsbilder und Arbeitsprozesse der „Grünen Berufe“. Die IGA-Workcamps werden von Studierenden der HU durchgeführt und geleitet.

Wissenschaftliche Konzeption Talente Check Berlin
Der Talente Check Berlin ist ein Kooperationsprojekt zwischen IHK Berlin, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBildJugFam) sowie der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit (RD BB). Das Modellvorhaben richtet sich an Schüler und Schülerinnen der 8. Klasse und will einen Beitrag zur Verbesserung des Übergangs zwischen Schule und Ausbildung oder Studium leisten.

Lernort experimenta Heilbronn
Seit ihrer Eröffnung im Herbst 2009 macht die experimenta Heilbronn Naturwissenschaften und Technik begreif- und erlebbar. Das Science Center richtet sich an Kinder, Schüler, Familien, Lehrkräfte und Erwachsene und bietet darüber hinaus seinen Besuchern die Möglichkeit, durch eine Talentsuche mehr über die eigenen Begabungen herauszufinden.

Expertise: Resilienzförderung in der Jugendsozialarbeit
Im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes DRK erstellt das ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen eine Expertise zum Thema „Resilienzförderung in der Jugendsozialarbeit“ mit dem Ziel interdisziplinär fundierte Antworten auf Schlüsselfragen zur Resilienzförderung im Lern- und Lebensraum Schule zu liefern.

ZNL Yolo

YOLO – (Selbst)sicher Radfahren: Ein Projekt zur Förderung der Sicherheit jugendlicher Radfahrer durch Stärkung der Selbststeuerungskompetenz
Sicheres Radfahren stellt viele Anforderungen an Kinder und Jugendliche. Während der Grundschulzeit wird viel Wert auf das Vermitteln von theoretischem Wissen und das Einüben praktischer Fähigkeiten gelegt, die für sicheres Radfahren wichtig sind. Doch obwohl in der Grundschule einige Zeit in Verkehrserziehung investiert wird, schnellen die Radunfallzahlen laut den Statistiken zum Schülerunfallgeschehen ab einem Alter von 10 Jahren in die Höhe.

Beratung und Evaluation für den natec Landesverband
Der natec Landesverband wurde 2011 gegründet und vereint im Frühjahr 2017 35 unterschiedliche Institutionen, die außerschulische MINT-Bildung für Kinder und Jugendliche anbieten. Nach seiner fünfjährigen Tätigkeit möchte der Landesverband seine Tätigkeit weiterentwickeln und dabei die Anliegen seiner Mitglieder einbinden. Das ZNL unterstützte dies durch eine Befragung der Mitglieder, deren Ergebnisse mit dem Verbandsvorstand sowie mit den Mitgliedern diskutiert wurden.

Der Blick der Lernforschung auf die Argumente gegen die Gemeinschaftsschule – Eine Replik
Unter dem Motto „Vielfalt macht schlauer“ führt das Land Baden-Württemberg die neue „Gemeinschaftsschule“ als Schule für alle Schüler der Sekundarstufe ein. Lehrkräfte, Eltern, Schulträger und Politiker diskutieren diese neue Schulart kontrovers. Dabei sind immer wieder Argumente im Spiel, die sich scheinbar auf Ergebnisse wissenschaftlicher Studien beziehen. Das Kultusministerium Baden-Württemberg beauftragte das ZNL, Argumente, die in Diskussionen gegen die Gemeinschaftsschule verwendet werden, auf ihre Stichhaltigkeit zu prüfen. Daraus entstand ein Dokument, das unter dem Titel „Der Blick der Lernforschung auf die Argumente gegen die Gemeinschaftsschule – Eine Replik“ in der interessierten Öffentlichkeit aufmerksam gelesen wird.

Evaluation Das “Grüne Klassenzimmer”
Der Botanische Garten der Universität Ulm bietet erlebnisorientiertes Lernen für Schulklassen im „Grünen Klassenzimmer“ an. Die Schüler bekommen die Möglichkeit durch Beobachten, Anfassen oder Schnuppern viel über unsere heimische Flora und Fauna zu erfahren. Fokussiert wird dabei das Erleben und Erfahren der Umwelt zur Herausbildung einer persönlichen Identität.

Fokus Kind – Projekt zur Gestaltung des Bildungstages von Kindern in Sachsen
„Fokus Kind – ein Projekt zur Gestaltung des Bildungstages von Kindern in Sachsen“ wurde vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus in Auftrag gegeben und war ein Kooperationsprojekt zwischen dem Sächsischen Bildungsinstitut (SBI) und dem ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm.

Der Einfluss von Licht auf kognitive Prozesse
In dem Kooperationsprojekt mit der Firma OSRAM AG ging es darum, den Einfluss von biologisch optimierter Beleuchtung im Klassenzimmer (d.h. Licht mit hohen Blauanteilen) auf Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden von Schülern zu untersuchen.

EFA – Einfluss langkettiger mehrfach ungesättigter Fettsäuren auf Verhalten und Kognition bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS/ADS)
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine relativ häufig diagnostizierte kinder- und jugendpsychiatrische Störung, die durch motorische Unruhe (Hyperaktivität), Unkonzentriertheit, erhöhte Ablenkbarkeit und Impulsivität gekennzeichnet ist. Ungefähr 4-7% aller Kinder sind davon betroffen.

EU-Projekt No Barriers Education – Barrierefreies Lernen bei niedrigem Ausbildungshintergrund
Erklärtes Projektziel war die Verbesserung der Weiterbildungssituation und der damit verbundenen Lernerfahrungen von Menschen mit niedrigem Ausbildungsniveau.

Der Zusammenhang von Selbstkonzept, Attribution und Persönlichkeitseigenschaften hochbegabter Jugendlicher vor dem Hintergrund ihres psychischen Wohlbefindens
Ziel der Studie war es herauszufinden, wie hochbegabte Jugendliche sich selbst einschätzen und wie sie die Wurzeln ihrer Leistungen beurteilen. Diese Fähigkeit ist in der Schule sowie im späteren Berufs- und Privatleben von großer Bedeutung, denn die Sicht auf uns selbst und unsere Leistungen entscheidet, in welchem Maße wir uns zukünftig Herausforderungen stellen.

Evaluation des online-basierten Lernprogramms “bettermarks”
Bettermarks ist ein Online-Lernsystem für Schulmathematik für Schüler aller Altersstufen, Schulformen und Leistungsniveaus. Es wurde von Pädagogen, Programmierern und Mathematikern entwickelt.

Evaluation: “Kooperatives Lernen”
Das Staatliche Schulamt Stuttgart hat Lehrkräften der Stadt die Teilnahme an einer fünftägigen Fortbildung „Nachhaltige Qualitätsentwicklung des Unterrichts durch Kooperatives Lernen“ ermöglicht. Die Fortbildung bestand aus einer dreitägigen Aufbaufortbildung, die größtenteils von Norm und Kathy Green (Ontario, Kanada) selbst in englischer Sprache durchgeführt wurde.

Einfluss des Sportunterrichts und einer 5-minütigen bewegten Pause auf exekutive Funktionen von Schülern der 4. und 7. Klassenstufe
Exekutive Funktionen werden den höheren geistigen Leistungen zugeordnet. Sie sind vor allem in komplexen Situationen gefordert, für deren Bewältigung verschiedene kognitive Prozesse benötigt werden.

Eine EEG Studie zur Förderung exekutiver Funktionen von Schülerinnen und Schülern der 7. Klassenstufe durch körperliche Fitness und eine 20-minütige Ausdauerbelastung
In dieser Studie an Realschülern der 7. Klasse, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wurde, wollten wir durch den Einsatz des EEGs bzw. durch die Analyse ereigniskorrelierter Potentiale untersuchen, wie bedeutsam die körperliche Fitness bzw. eine mittlere 20-minütige Ausdauerbelastung für die Förderung exekutiver Funktionen ist.

Just try! – Gesundheit und emotionales Erleben im Jugendalter
Jugendliche sind in emotional belastenden Situationen im Vergleich zu Erwachsenen oft noch weniger auf bestimmte Strategien des Umgangs mit der Belastung festgelegt. Das bedeutet, dass sie neben der Chance, sich auszuprobieren auch vergleichsweise gefährdet sind, ungünstige Strategien der Emotionsregulation auszuprägen, die im schlechtesten Fall, im Zusammenspiel mit weiteren ätiologischen Faktoren, in eine psychische Störung münden können.

Der Einfluss der morgendlichen Nahrungsaufnahme auf die kognitiven Leistungsfähigkeiten von Schulkindern
10 – 30% der Schulkinder beginnen ihren Tag ohne Frühstück. Diese Studie hat untersucht, ob das Frühstück einen Einfluss auf die kognitive Leistungsfähigkeit und die Stimmung von Kindern und Jugendlichen hat.

Ambulantes Assessment bei Jugendlichen in Schule und Freizeit
In diesem Projekt wurden empirische Daten über das emotionale Empfinden und die Bewegungsaktivität in Schule und Freizeit unter besonderer Berücksichtigung ggf. alters- und geschlechtsspezifischer Unterschiede des Medienkonsums gesammelt. Ziel dieser Studie war es, das Verhalten der Jugendlichen in ihrem Alltag zu erfassen und ihr Gesundheits-, Bewegungs- und Ernährungsverhalten zu untersuchen.

Arbeitsgedächtnisfunktionen bei Lese-Rechtschreibstörung – eine fMRT-Studie
Die Aufgabe des Arbeitsgedächtnisses besteht zum einen darin, Informationen kurzfristig zu speichern und über eine kurze Zeitspanne lebendig zu halten, wenn diese in der Umwelt nicht mehr verfügbar sind. Zusätzlich dient es auch der Manipulation dieser Informationen, um sie anschließend für die Handlungssteuerung nutzen zu können.

„Günstigerer Umgang mit Abi-Stress“
Expressives Schreiben als primärpräventive Intervention zur Förderung adaptiver Strategien der Emotionsregulation bei Schülern in Stress-Situationen

Die Fähigkeit Emotionen zu regulieren trägt wesentlich zur gesunden Entwicklung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei und ist ein entscheidender Faktor für die weitere psychosoziale Anpassung und psychische aber auch physische Gesundheit. Eine Technik zur Förderung der Emotionsregulation stellt das Expressive Schreiben (ES) dar.

“DEMO” – Denken in naturwissenschaftlichen Modellen
Für den Erkenntnisgewinn in den Naturwissenschaften sind Modelle von zentraler Bedeutung. Bereits im Anfangsunterricht spielen sie eine wichtige Rolle, wenn Kinder Alltagsphänomene mit naturwissenschaftlichen Arbeitsmethoden erforschen.

Girls’ Day: Wirksamkeit und Folgen für die Berufswahl
Bei der Berufswahl der Mädchen spielen oft Geschlechterstereotypen eine größere Rolle als Interessen und Kompetenzen. Zudem sind technische und naturwissenschaftliche Berufsbilder den Mädchen oft unbekannt. Der Girls’ Day ist ein Bundesweiter Aktionstag, an dem Mädchen in Betrieben/Einrichtungen einen Überblick über naturwissenschaftlich-technische Berufe erhalten sollen, um das Spektrum für ihre Berufswahl zu erweitern.

Ambulantes Assessment in der Schulstunde
In dem Projekt sollte das emotionale Empfinden von einzelnen Schülern in unterschiedlichen schulischen Settings (lehrerzentrierter Unterricht, Arbeiten im Arbeitsheft und Gruppenunterricht) anhand verschiedener Methoden (Ambulantes Monitoring psychophysiologischer Parameter und Videografie des Gesichtsausdrucks) beschrieben werden.

Dynamisches Stehen im Unterricht
Am Albrecht Ernst Gymnasium in Öttingen entstand 2006 die Möglichkeit, ein Klassenzimmer mit ergonomisch optimierten höhenverstellbaren Tischen auszustatten. Das ZNL half zu überprüfen, ob eine solche Gestaltung des Klassenzimmers zu einer verbesserten Lernleistung und einem gestärkten Wohlbefinden der Schüler führen kann.

Die tägliche Bewegungszeit in der Schule: Untersuchung der Wirkung von Bewegung auf Lernen
Über die gesundheitsprotektive Wirkung des Sports hinaus finden sich in den letzten Jahren vermehrt Hinweise auf eine positive Wirkung des Sports auf kognitive Prozesse. Es ist bis heute unklar, welche Prozesse der positiven Wirkung körperlicher Aktivität auf Geist und Seele zugrunde liegen.