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Exekutive Funktionen

Als exekutive Funktionen bezeichnet man in der Gehirnforschung geistige Fähigkeiten, die das bewusste menschliche Denken und Handeln steuern. Ohne sie wäre es nicht möglich, planvoll und zielorientiert zu handeln. Sie helfen die Aufmerksamkeit zu steuern, Impulse zu kontrollieren und sich flexibel auf neue Situationen einzustellen. Exekutive Funktionen stehen in engem Zusammenhang mit der Selbstregulation. Sie sind eine wichtige Voraussetzung für den kontrollierten Umgang mit den eigenen Emotionen. Studien belegen weitreichende positive Auswirkungen gut entwickelter exekutiver Funktionen auf die Entwicklung sozial-emotionaler Fähigkeiten, einen gelingenden Übergang vom Kindergarten in die Schule und erfolgreiches Lernen. Exekutive Funktionen und die Selbstregulation spielen eine Schlüsselrolle in der Bewältigung kognitiver und sozialer Herausforderungen. Sie sind für nahezu jeden Lebensbereich von Bedeutung: Sie beeinflussen das soziale Miteinander, leisten einen Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe am Bildungssystem und entscheiden langfristig über den akademischen Werdegang, über Gesundheit und Erfolg im Leben. Damit sich exekutiven Funktion von Beginn an optimal entwickeln können, müssen Kinder ein sorgfältig gestaltetes Umfeld vorfinden. Gute Strukturen, klare Regeln und regelunterstützende Rituale sind wichtig und entwicklungsunterstützend, ebenso wie anregende Gespräche und Interaktionen, Möglichkeiten zu selbsttätigem Handeln und vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten.

In dieser Rubrik finden Sie Projekte, die darauf abzielen, die Entwicklung der Exekutiven Funktionen zu fördern sowie Studien, die Fördermöglichkeiten evaluieren und die Entwicklung und Bedeutung in unterschiedlichen Kontexten untersuchen.

Projekte

CorA-Kids – Auswirkungen der Corona-Pandemie auf exekutive Funktionen und sozial-emotionale Kompetenzen von Kindergartenkindern
Das Forschungsprojekt CorA-Kids hat das Ziel, festzustellen, in welchem Umfang und in welchen Unterbereichen die altersgemäße Entwicklung von sozial-emotionalen Kompetenzen und den diesen zugrunde-liegenden exekutiven Funktionen durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt wurde.

EMIL und EMIL-Akademie
Alles im Griff: Förderung von exekutiven Funktionen und Selbstregulation im Kindergartenalltag
Mit EMIL – Emotionen regulieren lernen hat das ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung ein Konzept entwickelt, das die aktuellen Erkenntnisse der Lernforschung für die Kindergartenpraxis nutzbar macht.

Selbstregulation im Krippenalltag begleiten und fördern
Ausgangspunkt bilden in diesem Projekt die so genannten Exekutiven Funktionen und die Selbstregulationsfähigkeit und der erhöhte Bedarf an sowie eine Erweiterung der Aufgaben in der frühkindlichen Betreuung durch Veränderungen in den Lebenswelten Familie und Beruf.

abc – achtsam, bedacht, clever!
Stärkung von exekutiven Funktionen und Selbstregulation als Grundlage für Sicherheit, Gesundheit und Bildungserfolg in der Grundschule

Ziel des abc-Forschungsprojekts ist die Stärkung der exekutiven Funktionen und Selbstregulation bei Grundschulkindern, da diese Fähigkeiten eine zentrale Voraussetzung für sicheres und gesundes Verhalten sowie für gelingendes Lernen und Bildungserfolg darstellen.

BeLL – Bewegte Kinder lernen leichter
Förderung der Selbstregulation durch Bewegung und Sport als Schlüssel für Lernerfolg und ein gutes soziales Miteinander

Gemeinsam mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) entwickelt das ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen ein Fortbildungskonzept für Übungsleiter*innen an Ganztagsschulen – insbesondere im Grundschulbereich.

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