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ZNL Newsletter Nr. 47 – Juni 2027

Liebe Leserinnen und Leser,

kurz vor der Sommerpause haben wir viel zu feiern. Freuen Sie sich mit uns über unsere Erfolge und Fortschritte und unterstützen Sie uns. 

  • Wir sind stolz darauf, dass unser Grundschulkonzept abc – achtsam, bedacht, clever mit der höchsten Evidenzstufe der Grünen Liste Prävention ausgezeichnet wurde.
  • In unserem Projekt MINTiG – MINT im Ganztag startet die bundesweite Online-Befragung zur Gestaltung erfolgreicher MINT-Kooperationen im Ganztag. Teilnehmen können Grundschulen, Horte und Anbieter für Ganztags-/Nachmittagsbetreuung, die MINT-Kooperationen mit externen MINT-Anbietern haben oder konkret planen. 
  • Wir sind stolz über die ersten Erfolge von SELIMA, unserem neuen Qualifizierungsangebot zur Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung und Selbstregulation im Krippenalltag.

Damit auch diejenigen um die es uns und Ihnen eigentlich geht, sich freuen können, enthält unser Newletter zudem

  • Tipps, wie Kinder im Sommer spielerisch wichtige exekutive Funktionen trainieren können. 

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und einen schönen Sommer!

Ihre Petra Arndt und das ZNL-Team


Sommerzeit ist Spielezeit: Exekutive Funktionen und Selbstregulation spielerisch stärken

Der Sommer lädt dazu ein, Kinder spielerisch in ihrer Selbstregulation zu stärken. Ob im Klassenzimmer, im Garten, auf dem Spielplatz oder unterwegs: Im gemeinsamen Spiel trainieren Kinder ganz nebenbei wichtige Fähigkeiten wie Arbeitsgedächtnis, Impulskontrolle und kognitive Flexibilität.

Sie merken sich Regeln, warten ab, bis sie an der Reihe sind, reagieren auf wechselnde Spielsituationen und stimmen sich mit anderen ab. So werden Selbstregulation und soziales Miteinander mit Freude am gemeinsamen Tun verbunden.

Viele Spiele, die Kinder ohnehin kennen und lieben, stärken ganz nebenbei die exekutiven Funktionen. Bei „Ich packe meinen Koffer“ oder „Stille Post“ wird insbesondere das Arbeitsgedächtnis trainiert, bei „Ochs am Berg“ oder „Stopptanz“ vor allem die Impulskontrolle, und bei Spielen wie „Alle Vögel fliegen hoch“ üben Kinder, flexibel auf wechselnde Signale zu reagieren. Das Beste daran: Viele dieser Spiele brauchen kein Material und eignen sich perfekt für draußen im Sommer.

Hilfreiche Tipps zur Unterstützung einer gesunden Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Spielideen zur Förderung exekutiver Funktionen und Selbstregulation gibt es auch hier: Anregungen & Spielideen – ZNL abc – achtsam, bedacht, clever!  

Viel Freude beim Ausprobieren und Spielen! 


Grundschulen, Horte und Anbieter für Ganztags-/ Nachmittagsbetreuung an Schulen für Forschungsprojekt MINTiG – MINT im Ganztag gesucht

Wie können Kooperationen zwischen Grundschule, Ganztag, Hort und externen MINT-Anbietern erfolgreich gestaltet werden? Dieser Frage widmet sich unser bundesweites Forschungsprojekt MINTiG – MINT im Ganztag, das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.

In MINTiG wird untersucht, wie Kooperationen zwischen Grundschulen, Horten, Ganztag und externen MINT-Anbietern gelingen. Dazu beziehen wir beide Perspektiven ein und erfragen: Was funktioniert gut? Welche Herausforderungen bestehen? Was ist nötig, damit MINT-Kooperationen erfolgreich umgesetzt werden können?

Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse werden evidenzbasierte und zugleich auch praxisnahe Empfehlungen zur erfolgreichen Gestaltung von MINT-Kooperationen im Ganztag abgeleitet und Materialien für die Praxis entwickelt. Davon profitieren sollen insbesondere die Grundschulkinder: Sie sollen durch gelingende MINT-Kooperationen unter anderem für MINT-Themen begeistert werden und Motivation entwickeln sowie einen leichteren Zugang zu MINT-Themen bekommen.

Online-Befragung zur Perspektive von Grundschule, Ganztag und Hort auf MINT-Kooperationen

Wer kann teilnehmen?

Gesucht werden Personen, die MINT-Kooperationen an Grundschulen, in Horten oder im Ganztag koordinieren, organisieren oder planen. Dazu zählen insbesondere Leitungspersonen sowie verantwortliche Lehr- und Fachkräfte.

Die Befragung dauert maximal 25 Minuten und sollte möglichst an einem PC oder Laptop durchgeführt werden. Hilfreich ist ein kurzer Überblick über bestehende oder geplante MINT-Kooperationen im Schuljahr 2025/26. Die Erfahrungen der Teilnehmenden helfen dabei, Erfolgsfaktoren und Herausforderungen von MINT-Kooperationen besser zu verstehen und Empfehlungen für die Praxis abzuleiten.

Je nach Bundesland gelten derzeit unterschiedliche Voraussetzungen für die Teilnahme. Grund dafür sind die erforderlichen länderspezifischen Genehmigungen zur Erhebung durch die zuständigen Ministerien und Schulaufsichtsbehörden.

Die Teilnahme an der Online-Befragung ist derzeit möglich in:

  • Baden-Württemberg, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein: Die erforderlichen Genehmigungen liegen vor.
  • Hessen, Nordrhein-Westfalen: Nicht durch die zuständigen Ministerien bzw. Schulaufsichtsbehörden genehmigungspflichtig. Über die Teilnahme entscheidet die jeweilige Schule beziehungsweise Einrichtung selbst.

Die Interessenbekundung ist möglich in:

  • Niedersachsen, Sachsen: Die Genehmigung liegt bereits vor, jedoch ist vor der Teilnahme zunächst eine Interessenbekundung erforderlich.
  • Berlin, Brandenburg, Bremen, Sachsen-Anhalt: Die Genehmigungsverfahren laufen noch. Interessierte Einrichtungen können bereits ihr Interesse bekunden und werden informiert, sobald eine Teilnahme möglich ist.

Weitere Informationen zum Projekt MINTiG und zur Teilnahme finden Sie unter:
https://mintig.znl-ulm.de

Das MINTiG-Projektteam freut sich über jede Teilnahme. Gerne darf der Aufruf auch an weitere interessierte Grundschulen, Horte und Ganztagsanbieter in den genannten Bundesländern weitergeleitet werden!


Von der Wissenschaft in die Schule: abc – achtsam, bedacht, clever erreicht höchste Evidenzstufe der Grünen Liste Prävention

Die abc-Qualifizierung wurde in die höchste Evidenzstufe der Grünen Liste Prävention aufgenommen. Mit der Einstufung „Effektivität nachgewiesen“ werden die wissenschaftliche Qualität und die belegte Wirksamkeit des Grundschulkonzepts abc – achtsam, bedacht, clever bestätigt.

Die Pressemitteilung zur Auszeichnung ist jetzt online abrufbar. 

abc – achtsam, bedacht, clever unterstützt Grundschulen dabei, die Selbstregulation von Kindern gezielt zu fördern. Dazu gehören zentrale Fähigkeiten wie Impulskontrolle, Aufmerksamkeitssteuerung und Emotionsregulation. Diese Kompetenzen sind wichtige Voraussetzungen für gesundes und sicheres Verhalten sowie für erfolgreiches Lernen.

Das am ZNL entwickelte Konzept qualifiziert Lehrkräfte und weitere schulische Akteurinnen und Akteure darin, geeignete Fördermöglichkeiten im Schulalltag zu erkennen und wirksam einzusetzen. Eine enge Verbindung von wissenschaftlichen Grundlagen, praktischer Anwendung und unterstützenden Materialien erleichtert die nachhaltige Umsetzung an den Schulen.

Die höchste Einstufung der Grünen Liste Prävention wird ausschließlich an Programme vergeben, deren Wirksamkeit durch hochwertige wissenschaftliche Evaluationsstudien nachgewiesen wurde. Die Aufnahme erhöht die bundesweite Sichtbarkeit des Programms und erleichtert die Orientierung für Grundschulen bei der Auswahl evidenzbasierter Angebote.

Die abc-Qualifizierung steht Grundschulen als wissenschaftlich geprüftes und praxistaugliches Angebot zur Verfügung. Bestehende Kooperationen gibt es bereits in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Weitere Bundesländer sollen folgen. Weitere Informationen: https://abc.znl-ulm.de/


Erste SELIMA-Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen

Das Projekt SELIMA – Selbstregulation im Krippenalltag begleiten und fördern: sozial-emotionale Entwicklung stärken hat mit dem erfolgreichen Abschluss der ersten Qualifizierung einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten und die engagierte Teilnahme der Fachkräfte zeigen das große Potenzial des Konzepts für den U3-Bereich.

Die SELIMA-Qualifizierung

SELIMA unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, kindliche Signale feinfühlig wahrzunehmen, den Alltag entwicklungsförderlich zu gestalten, geeignete Unterstützungsmöglichkeiten zu erkennen sowie bedeutsame Lern- und Beziehungsmomente bewusst zu nutzen.

Im Rahmen der Qualifizierungen werden die Grundlagen der frühkindlichen Entwicklung sowie der Zusammenhang zwischen sozial-emotionaler Kompetenz und Selbstregulation vermittelt. Die Teilnehmenden lernen, Kinder beim Ankommen und Loslassen zu begleiten, Feinzeichen zu erkennen und Stress vorzubeugen. Darüber hinaus werden die Bedeutung von Interaktion und Kommunikation, die Gestaltung von Räumen, Strukturen und Übergängen sowie die Förderung der frühkindlichen Selbstregulation durch Spiel, Bewegung, Entspannung und Achtsamkeit behandelt. Ergänzend werden die pädagogische Praxis reflektiert, konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für die Krippe erarbeitet sowie die Zusammenarbeit mit Familien und die Gestaltung des Übergangs in die Kita thematisiert.

Die SELIMA-Qualifizierung umfasst vier halbtägige Seminartage, die durch vierwöchige Transferphasen ergänzt werden. In den Transferphasen können die teilnehmenden Fachkräfte die Inhalte direkt in ihrem pädagogischen Alltag erproben, reflektieren und ihre Erfahrungen in die nachfolgenden Termine einbringen.

Gemeinsam mit EMIL eine durchgängige Förderlinie

SELIMA ist eine Neuentwicklung des ZNL, die auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie den Bedarfen der pädagogischen Praxis basiert. Die im Rahmen des Projekts entwickelten und genutzten Maßnahmen wurden hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit geprüft und für den Einsatz im Krippenalltag aufbereitet. Das Konzept greift sowohl Aspekte der frühen Selbstregulation als auch der sozial-emotionalen Entwicklung auf und unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, beide Themenfelder im Krippenkontext in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus lässt sich das Konzept gut in bestehende pädagogische Strukturen integrieren.

SELIMA knüpft an das bewährte ZNL-Konzept EMIL – Emotionen regulieren lernen an. Gemeinsam bilden beide Konzepte eine durchgängige Förderlinie von der Krippe bis ins Vorschulalter. Ziel ist es, pädagogische Fachkräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen und Kinder von Anfang an in ihrer emotionalen Entwicklung sowie in ihrer Fähigkeit zur Selbstregulation zu begleiten und zu stärken. Dadurch werden wichtige Grundlagen für das soziale Miteinander, das Lernen und die persönliche Entwicklung der Kinder geschaffen.

Kostenfreie Teilnahme

Die SELIMA-Qualifizierungen werden vom ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Universität Ulm, im Auftrag des Ministeriums für Kultus Baden-Württemberg im Rahmen der Gesamtkonzeption „Kompetenzen verlässlich voranbringen“ (KOLIBRI) umgesetzt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das Angebot richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren arbeiten und SELIMA in ihrer Einrichtung umsetzen möchten. SELIMA wird entweder als Inhouse-Schulung für ganze Teams vor Ort (15–24 Personen) mit individuell vereinbarten Terminen oder als offene Schulung an verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg für mehrere pädagogische Fachkräfte und die Einrichtungsleitung angeboten.

Jetzt anmelden

Interessierte Krippen können sich zur Teilnahme anmelden. Weitere Informationen zu SELIMA und den Qualifizierungen finden Sie auf unserer Webseite.

Hier geht’s zum SELIMA-Flyer.